Dorsoduro – Zwischen Kunst, Kulinarik und echtem Venedig
Nach Dorsoduro gelangt man ganz klassisch über die Ponte dell’Accademia, die einen wunderschönen Blick über den Canal Grande bietet. Alternativ spaziert man von der Basilica di Santa Maria Gloriosa dei Frari Richtung Süden oder setzt von San Marco mit dem Vaporetto auf die Insel Giudecca über – die ebenfalls zum Sestiere Dorsoduro zählt.
Ich selbst kannte Dorsoduro bereits aus den Krimis von Donna Leon. Dort wird der Stadtteil als ein Ort beschrieben, an dem sich viele Einheimische treffen – fernab der großen Touristenströme, in kleinen Bars mit noch leistbaren Preisen. Dorsoduro gilt als kulinarischer Geheimtipp, geprägt von traditionellen Osterien, studentischem Leben und einer angenehm entspannten Atmosphäre.
Fondamenta delle Zattere
Die Fondamenta delle Zattere – meist einfach „Zattere“ genannt – ist die breite Uferpromenade im Sestiere Dorsoduro entlang des Giudecca-Kanals. Man erreicht das Ufer, wenn man bei der Accademia Brücke einfach immer geradeaus geht. Anders als viele enge Gassen Venedigs öffnet sich hier der Blick weit über das Wasser bis zur Insel Giudecca. Das weitläufige Ufer lädt geradezu zum Spazieren ein. Also folgen wir der Promenade entlang des Wassers, lassen den Blick über die Lagune schweifen – und entdecken dabei ganz nebenbei einige bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten.
Santa Maria del Rosario
Auch als „Gesuati-Kirche“ bekannt. Eine elegante Rokokokirche. Ihr heller weisser Stein verleiht ihr eine elegante, fast strahlende Wirkung, besonders im Sonnenlicht der Zattere. Wir haben Sie das erste Mal auf unserer Vaporetto Fahrt vom Bahnhof Santa Lucia nach Lido di Venezia gesehen.

Punta della Dogana
An der Spitze zwischen Canal Grande und Giudecca-Kanal gelegen, wirkt die Punta della Dogana wie ein steinernes Tor zur Stadt – fast wie der feierliche Eingang in den Canal Grande.
Über Jahrhunderte diente das markante Gebäude mit seinem spitz zulaufenden Grundriss als Zollhaus der Republik Venedig. Hier wurden die einfahrenden Handelsschiffe registriert und ihre Waren verzollt. Wo früher Waren kontrolliert wurden, wird nun zeitgenössische Kunst präsentiert.
Oben auf der Punta della Dogana steht eine vergoldete Statue der Fortuna, die auf einer Kugel balanciert und sich im Wind dreht.

Santa Maria della Salute
Die mächtige Barockkirche am Eingang des Canal Grande ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Venedigs. Ihre weiße Kuppel prägt die Silhouette der Stadt. Errichtet wurde sie als Dank für das Ende der Pest. Obwohl sie fast auf jeder Postkarte zu finden ist, herrscht hier kein großer Andrang im Gegensatz zum Sestiere San Marco gegenüber.

Eindrucksvolle Palazzi am Canal Grande
Palazzo Venier dei Leoni
Peggy Guggenheim Collection
Palazzo Salviati
Bekannt für seine farbenprächtige Mosaikfassade
Palazzo Barbaro Wolkoff
Einst Wohnsitz wohlhabender Familien
Palazzo Dario
Berühmt für seine marmorne Renaissancefassade und zahlreiche Legenden
Palazzo Barbarigo Minoto
Auffällig durch seine bunten Glas-Mosaike
Ca‘ Rezzonico
Heute Museum des venezianischen 18. Jahrhunderts
Ca‘ Foscari
Gotischer Palast und Sitz der Universität Venedig



Campo San Barnaba
Ein lebendiger Platz mit studentischem Flair. Cafés, kleine Geschäfte und die ehemalige Kirche San Barnaba, welche heute ein Da Vinci Museum ist, prägen das Bild. Es ist außerdem ein Drehort von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug.

Ponte dei Pugni
Die „Brücke der Fäuste“ erinnert an frühere Faustkämpfe rivalisierender Stadtteile. Markierungen am Boden zeigen noch heute die damaligen Standpunkte der Kämpfer. Auch diese Brücke findet man im Film Indiana Jones und der letzte Kreuzzug.



Giudecca – Die ruhige Schwester
Die Insel Giudecca wirkt wie eine eigene kleine Welt. Weitläufiger, ruhiger und weniger dicht bebaut als das historische Zentrum bietet sie viel Platz zum Durchatmen – und einen herrlichen Blick zurück auf die Skyline Venedigs.


